„Nachhaltige Wärme aus dem Untergrund – Seminar zur Geothermie für Fachleute aus Architektur, TGA-Planung und Heizungsbau“

Das Ziel des Seminars ist die Optimierung der Zusammenarbeit zwischen TGA und Geothermieberatung. Die Erschließung der Umweltwärme Untergrund ist dann erfolgreich, wenn die Kommunikation zwischen der Beratung zur Temperierung des Bauwerks (TGA) und der Beratung zur geothermischen Erschließung des Untergrundes (Geothermieberatung) funktioniert.

Das gemeinsame Ziel, Projekte erfolgreich zu realisieren, zur Zufriedenheit des Kunden, aber auch zur angenehmen Zusammenarbeit zwischen den Projektbeteiligten erfordert das gegenseitige Verständnis. Die konstruktive Kommunikation zwischen Geothermieberatung und TGA ist sehr wichtig für die Planung und Errichtung der passenden Anlage zur Erschließung der Umweltwärme.

Das Seminar soll dazu dienen, die Vorteile der erdgekoppelten Wärmequelle aufzuzeigen und die Abstimmung der hierfür erforderlichen Fakten bezüglich der Heizleistung bzw. Heizarbeit sowie Kühlleistung und Kühlarbeit des zu versorgenden Objektes zu ermöglichen. Die folgenden Aspekte, bezogen nur auf die relevanten Inhalte der Schnittstellen (ohne die Inhalte, die den Geothermieberater betreffen), werden behandelt:

Lage des Objekts und Baudetails

  • Genehmigungsfähigkeit
  • Zufahrbarkeit, Lage von Bohrungen, Leitungen, usw.;
  • Zugänglichkeit, Fläche für Geothermieanlage, ggf. geplante Überbauung
  • Planungsstand
  • Abstimmung bezüglich des Temperierungs-Bedarfs des Objekts
  • Festlegung der Schnittstelle (z.B. Innenseite Hauswand), Übergabestelle, Rohrleitungsdimensionen, Schieber, Flansch, usw.;
  • Abstimmung mit anderen Gewerken, Erdarbeiten;
  • Abstimmung zeitlicher Aspekte, Zeitplan;
  • Lage von Wasser, Abwasser, Leitungen, usw.
  • Leitungsführung der Geothermieleitungen
  • Wärmeträgermedium (Frostschutzmittel-Wasser-Lösung, Wasser,
  • Temperaturvorgaben,
  • AwSV-Prüfpflicht bei Anlagen mit Frostschutzmittel);
  • Durchflussmengen Wärmeträgermedium (für Planung der Pumpen im Technikraum);

Auswahl der Wärmequellen

  • Erdwärmesondenanlagen (EWS-Anlage)
  • Brunnenanlagen,
  • Kollektoren,
  • Bohrpfähle,
  • Spundwände,
  • Erdberührte Bauteile,
  • Bergwerke (stillgelegt),
  • Oberflächengewässer (Flüsse und Seen), usw.

Machbarkeit und Planung der Geothermieanlagen

  • Abstimmung/Klärung der Planungsvorgaben (Heizleistung, -arbeit, Kühlleistung, – arbeit, Spitzenlast, usw.); Heizarbeit (kWh) möglichst monatlich (% der Jahresmenge), Kühlleistung (kW), Kühlarbeit (kWh) möglichst monatlich (% der Jahresmenge), Spitzenlast Heizen bzw. Kühlen (Angabe in Betriebsstunden bei Leistung von x kW),
  • Abstimmung der Rohrhydraulik, Pumpenleistung, usw.
  • Auswahl (Empfehlung) zur Geothermieerschließung unter Berücksichtigung der optimalen Alternative;
  • Klärung der Genehmigungsfähigkeit und der Auflagen; ggf. Betrieb der EWS-Anlage mit Wasser anstatt Frostschutzmittel;
  • Bestimmung der geothermischen Eigenschaften des Untergrundes vorab oder im Zuge der Ausführung der Erdwärmesondenanlage mittels geothermal response test (GRT);
  • Bestimmung der hydrogeologischen Eigenschaften des Untergrundes zur Beratung der geothermischen Brunnenanlage;
  • Auslegung der Geothermieanlage;

Antragstellung

  • (z.T. wird durch die Genehmigungsbehörde ein Qualifikationsnachweis des Antragsbearbeiters (des Geothermieberaters) verlangt); (in manchen Bundesländern wird die Antragstellung durch das Bohrunternehmen akzeptiert);

Fachbauleitung

  • Ausschreibung und Vergabeempfehlung der gewerblichen Leistungen, Leistungsprüfung, Rechnungsprüfung;
  • Rechnungsprüfung, Mitwirkung bei der Abnahme;

Abschlussbericht

  • Zur Vorlage bei der Genehmigungsbehörde (Qualifikationsnachweis des Fachbauleiters wird z.T. vorausgesetzt) und
  • Als Dokumentation für die Bauherrschaft

Beispiele

  • Beispielhafte Auslegung von EWS-Anlagen mit Darstellung der Vorteile der Kühlung in der warmen Jahreszeit;
  • Auslegung der EWS-Anlage mit Wasser;
  • Berücksichtigung von smart-grid-Betrieb bei Auslegung der EWS-Anlage;
  • Beispielhafte Auslegung von Wasser-Wasser-Anlagen;
  • Auslegung der Rohrhydraulik bei Erdwärmesondenanlagen;
  • Auslegung der Tauchpumpe bei Brunnenanlagen

Vertragliche Empfehlungen

  • Die Geothermieberatung sollte im Auftrag der Bauherrschaft erfolgen;
  • Die gewerblichen Leistungen (i.d.R. ausgeschrieben von der Geothermieberatung, mit Vergabeempfehlung, Fachbauleitung, Rechnungsprüfung) sollten im Auftrag der Bauherrschaft erbracht werden.

Normalpreis:

350,00 EUR*

5 % Frühbuchervorteil bei verbindlicher Anmeldung bis zum 20.03.2026
* Alle Informationen zur Zahlung per Überweisung erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung per E-Mail.

Dipl.-Geol. Stefan Pohl, geoconsult Pohl

Bendorf